1. Schritt

Den so gezeichneten Bauplan zum Gemeindeamt bringen.

 

Auszug Zeitungsbericht: Quelle OVB - 22./23. Dezember 2001

 

Stall vor Nachbars Wohnhaus geplant ?

Schlechtere Lebensqualität befürchtet

 

Riedering (je) - Als anstrengende Arbeitssitzung mit einer recht umfangreichen Tagesordung erwies sich die letzte Sitzung des Bauausschusses im zu Ende gehenden Jahr. Aber nicht nur die Zahl der Bauanfragen und Bauanträge, sondern auch einige problematische Fälle führten zu einer für Riederings Verhältnisse ungewohnten, langen Sitzung.

Auf entschiedene Ablehnung bei den Hausnachbarn in ..., stößt die Absicht von Herrn ... der den Anbau eines Stalles an seinem landwirtschaftlichen Gebäude vornehmen möchte. Bereits jetzt seien sie, die Nachbarn, mit argen geruchsproblemen der etwa 40 vorhandenen Kühe konfrontiert, heißt es in einem Schreiben an die Gemeindeverwaltung. "Es stinkt ganz gewaltig, besonders bei Ostwind", klagen sie. Der Stallbau sei fast direkt vor ihrem Wohnhaus geplant, so ein Nachbar, der dadurch seine Lebensqualität erheblich beeinträchtigt sieht und sogar von Schikanen spricht. Auch Lichtprobleme und Gebläselärm werden im Schreiben moniert. Der Bauausschuss stellte aufgrund der vorliegenden Nachbarschaftseinsprüche erst einmal eine Entscheidung zurück, um sich im Rahmen einer Ortsbesichtigung ein genaueres Bild von der Situation zu machen.

 

Auszug Zeitungsbericht: Quelle OVB - 24. Januar 2002

 

Schwieriger Fall: Recht steht gegen Recht

 

Fast alle Besucherstühle im Sitzungssaal des Riederinger Rathauses waren bei der jüngsten Sitzung des Riederinger Gemeinderats belegt. Das rege Interesse galt dem Bauantrag von Herrn ... aus ... der den Anbau eines Stalls an ein bestehendes landwirtschaftliches Gebäude vornehmen möchte. Bereits in der vergangenen Sitzung hatten sich Riederings Gemeinderäte mir dieser Problematik und den Einsprüchen der Nachbarn gegen das geplante Vorhaben von Herrn ... befasst, letztlich aber den Antrag erst einmal zurückgestellt. Im Einspruch schreiben die Nachbarn, bereits jetzt seien sie mit argen Geruchsproblemen der etwa 40 vorhandenen Kühe konfrontiert. Der geplante Stallanbau sei fast direkt vor den Wohnhäusern vorgesehen, wodurch die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt werde. Auch Lichtprobleme und Gebläselärm führen die Nachbarn in ihrem Einspruch an. Zwischenzeitlich hatten sich nun die Gemeinderäte im Rahmen einer Ortsbesichtigung einen persönlichen Eindruck von der Situation machen können. Ganz wohl war dem Gremium bei der nun fälligen Entscheidung zugunsten des Antragstellers sicherlich nicht, denn sehr ausführlich wurde das Für und Wider im Rat diskutiert. Aber aus gemeindlicher Sicht, so Erster Bürgermeister Rupert Vordermaier, gab es keinen Grund, den Bauantrag abzulehnen, denn die erforderlichen Abstandsflächen wurden eingehalten. Ob die Gerüche die zulässigen Immissionswerte übersteigen und den Nachbarn zugemutet werden können, werde das Landratsamt Rosenheim (LRA) aufgrund vorzunehmender Messungen beurteilen und dementsprechend entscheiden. Gemeinderat Max Wagner berichtete seinen Ratkollegen, dass er sogar höchstpersönlich auf "Schnuppertour" gegangen sei, aber keinen "Gestank" hätte feststellen können. Sinngemäß äußerte sich Dritter Bürgermeister Johann Bartl, der meinte, die Abluft aus dem Stall ziehe weitgehend nach oben ab.

Die erforderlichen Abstandsflächen wurden eingehalten. Etwas differenzierter sah Zweiter Bürgermeister Gerhard Vordermaier die Situation. Er räumte ein, dass durchaus eine Verschlechterung für die Nachbarn zu erkennen sei, aber in diesem Fall stehe Recht gegen Recht, nämlich das Recht des Bauherrn gegen das Recht der Nachbarn. Gemeinerat Jürgen Bauer meinte denn auch, der Platz für den geplanten Stallanbau sei nicht gerade optimal, deshalb werde das LRA die Einsprüche und  zulässigen Immissionswerte sicherlich besonders kritisch prüfen.

 

 

 

Zu den Zeitungsausschnitten vom 22.12.01 u. vom 24.01.02

...zu Recht steht gegen Recht..., Passender wäre gewesen Großbauer gegen Kleinhäusler.

...zur Schnuppertour...Wie soll man einen gestank feststellen wenn der Bau erst auf dem Bauplan steht ?

...zu Abluft zieht weitgehend nach oben ab... Wie denn? Es ist kein Abluftkamin eingezeichnet. Ausserdem überragen alle umliegenden Gebäude und Bäume den Stall bei weitem.

...zu Die erforderlichen Abstandsflächen wurden eingehalten.

Anscheinend ist es von Vorteil,wenn man einen Verwandten hat,der im Gemeindeamt sitzt.

16:0 Stimmen für den Bauantrag.

Und das für diesen Bauplan???
Wenn wir die Balkontüre öffnen,oder die Fenster,ist es so als ob wir eine Stalltüre öffnen würden.Bei Nacht ist es besonders schlimm,denn da haben wir meistens Windstille. Bedingt durch die Senke, in der wir wohnen.

Wir wurden quasi dazu verurteilt, daß wir bei großer Hitze tagsüber,auch Nachts die Fenster geschlossen halten müssen.


Wer das so für richtig hält,der hat unserer Meinung nach keinen guten Charakter.

Unserem Nachbarn ist es eben wichtig,daß bei seinen Mietshäusern kein Gestank und Lärm ist.
Denn die Mieter könnten ja die Miete kürzen,oder ganz ausziehen.
Wer will schon,daß jeden Tag,auch Sonn-und Feiertags, direkt vor dem Haus das Viefutter ein- gefahren wird.

Und das schon am frühen Morgen.

Wenn wir Mieter währen,wir hätten schon längst gekündigt.


Dabei hätte er genug Platz gehabt,den Stall an anderer Stelle zu bauen.
Auch in Hofnähe,wo es keine Probleme gegeben hätte.
So wie vom Landratsamt und Landwirtschaftsamt vorgeschlagen.

Wie kann ein Mensch nur so boshaft sein.


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